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Produktionsprozesse beGreifen

Networking mit der Hochschule Coburg

Prof. Dr. Böhnlein referiert vor angehenden Industriekaufleuten

Am 31.07.2025 hielt Prof. Dr. Böhnlein von der Hochschule Coburg einen aufschlussreichen Vortrag an der Ludwig-Erhard-Schule in Schweinfurt. Die angehenden Industriekaufleute der IN11 A lauschten gespannt den Ausführungen über die Zukunft ihrer Branche und ihre eigenen Karrierechancen.

Gleich zu Beginn betonte Herr Böhnlein, wie wichtig eine fundierte Ausbildung und die Bereitschaft zur persönlichen Weiterentwicklung sind. Gerade in Zeiten von Digitalisierung und zunehmender globaler Vernetzung seien Offenheit und Anpassungsfähigkeit entscheidend. Neue Technologien bringen nicht nur Chancen, sondern auch Herausforderungen mit sich, auf die man vorbereitet sein sollte. Mut gehört dazu, Angst lähmt.

Ein Schwerpunkt seines Vortrags war die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Anhand anschaulicher Beispiele zeigte Herr Prof. Dr. Böhnlein, wie stark politische Entscheidungen und weltweite Ereignisse die deutsche Wirtschaft beeinflussen (s. Förderung E-Autos).

Besonders in Fokus stand die Zukunft der Automobilbranche, eine der bedeutendsten Industrien in Deutschland. Themen wie Elektromobilität und neue Geschäftsmodelle machen deutlich, wie stark sich dieser Bereich verändert. Wer in diesem Umfeld beruflich Fuß fassen möchte, sollte bereit sein, Neues zu lernen und sich flexibel auf Veränderungen einzustellen.

Im Rahmen unseres Unterrichts führten wir ein Spiel;“ Produktionsprozesse

beGreifen“ durch, bei dem wir den Ablauf einer Produktions- und Lieferkette nachgestellt haben. Unsere Aufgabe war es, Bananen als „Produkt“ vom Wareneingang durch verschiedene Produktionsstationen bis zum Vertrieb zu transportieren. Die Stationen waren auf dem Boden mit durcheinanderliegenden Zahlenblättern dargestellt. Wir mussten die richtige Reihenfolge erkennen und die Bananen entsprechend durch das „Werk“ bewegen – und dabei wurde ständig auf die Zeit geachtet.

Zu Beginn lief der Prozess noch recht chaotisch und langsam ab, da wir nur wenige „Staplerfahrer“ hatten und die Abläufe nicht gut koordiniert waren. Um effizienter zu werden, haben wir unseren Ablauf optimiert: Wir stellten mehrere Staplerfahrer ein, um den Prozess schneller durchführen zu können. Wir wurden schneller.

Im nächsten Schritt führten wir ein Liniensystem in der Produktion ein, indem wir die Zahlen in die richtige Reihenfolge legten und somit die Wege kürzer waren. Diese Verbesserungen führten zu einer deutlich schnelleren Durchlaufzeit und Auslieferung.

Insgesamt war das Logistikspiel eine spannende und lehrreiche Erfahrung. Es hat uns gezeigt, wie wichtig Planung, Teamarbeit und Zeitmanagement sind. Besonders durch die Optimierungsmaßnahmen konnten wir hautnah erleben, wie man Abläufe verbessern und Engpässe beheben kann. Wir haben gelernt, dass man immer am Engpass ansetzen sollte. Dadurch wird der Kunde schneller beliefert, wir können schneller eine Rechnung schreiben, die Kennzahlen verbessern sich, der Vertrieb profitiert. Das bietet Potenzial. Das Spiel hat nicht nur Spaß gemacht, sondern uns auch einen praxisnahen Einblick in die Welt der Logistik und in betriebliche Denkweisen gegeben.

Zum Abschluss stellte Prof. Dr. Böhnlein den Studiengang Industriewirtschaft an der Hochschule Coburg vor. Das Studium verbindet technische und wirtschaftliche Inhalte und bietet vielfältige berufliche Möglichkeiten – ideal für alle, die gerne praxisnah arbeiten und gleichzeitig wirtschaftliches Verständnis mitbringen.

Die Schülerinnen und Schüler konnten viele wertvolle Impulse für ihre Zukunft mitnehmen.

Frau Sperlich bedankte sich herzlich bei Prof. Dr. Böhnlein für seinen Besuch und freut sich auf weitere gemeinsame Projekte mit der Hochschule Coburg. 😊

 

IN 11 A und Heidi Sperlich